Transliteration

Trans·li·te·ra·ti·on

 <Transliteration, Transliterationen> die Transliteration SUBST sprachwiss.: buchstabengetreue Wiedergabe von Ausdrücken aus einem Schriftsystem in ein anderes Unter Transliteration versteht man die Umsetzung von einem Schriftsystem in ein anderes, nämlich die Wiedergabe mit den Mitteln einer anderen Schrift als der ursprünglichen. Sie spielt eine große Rolle vor allem bei Eigennamen, aber auch bei anderen Bezeichnungen aus Sprachen mit nicht-lateinischer Ausgangsschrift. Die wissenschaftliche Transliteration ist von der "ISO" ("International Organisation for Standardisation"/"Internationale Organisation für Normung") festgelegt. Für Deutschland ist das "Deutsche Institut für Normung e.V." seit 1951 Mitglied der ISO. Von Wichtigkeit ist die Transliteration vor allem für das Bibliothekswesen, um Eigennamen korrekt alphabetisch erfassen zu können. Sie spielt aber auch im Dokumentationswesen, im Archivwesen, im Passwesen usw. eine Rolle. Unterschieden werden muss von der Transliteration die so bezeichnete Transkription, für die es keine Einheitlichkeit gibt. So findet sich z. B. im deutschen Buchhandel der Name des russischen Schriftstellers als Alexander Solschenizyn; englisch transkribiert heißt er Solzhenitsyn, französisch Soljenitsyne. Der frühere russische Ministerpräsident findet sich in deutscher Transkription als Jelzin, in englischer als Yaltsin, in französischer als Eltsine. Die damit verbundenen Verwirrungen machen auf die Wichtigkeit einer wissenschaftlichen Transliteration aufmerksam. Denn nur auf diese Weise ist sichergestellt, dass der jeweilige Name in kyrillischer Schreibweise überhaupt identifiziert werden kann. In diesem Falle müsste man wissenschaftlich korrekt ansetzen: Solženicyn und El’cin.
Übersetzungen

Transliteration

transliteration

Transliteration

translittération