Pflichtgefühl

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Pflịcht·ge·fühl

 <Pflichtgefühls (Pflichtgefühles)> das Pflichtgefühl SUBST kein Plur. Bewusstsein für die eigenen Pflichten Er hat viel/überhaupt kein Pflichtgefühl.

Ge•fühl

das; -s, -e
1. ein Gefühl (+ Gen /von etwas) nur Sg; das, was man mithilfe der Nerven (des Tastsinns) am Körper spürt ≈ Empfindung <ein Gefühl der/von Kälte, Wärme, Nässe usw haben, verspüren>: Nach dem Unfall hatte sie kein Gefühl mehr in den Beinen
|| -K: Durstgefühl, Hungergefühl, Schwindelgefühl
2. ein Gefühl (+ Gen) das, was man in seinem Inneren (nicht mit dem Verstand) empfindet, spürt ≈ Emotion, Empfindung <ein beglückendes, beruhigendes Gefühl; ein Gefühl der Angst, Erleichterung, Freude, Geborgenheit, Unsicherheit; ein Gefühl beherrschen, unterdrücken, verdrängen, verbergen, zeigen; sich seiner Gefühle schämen>: Sie hatte das Gefühl, zu ersticken
|| K-: Gefühlsausbruch; gefühlsbetont
|| -K: Abhängigkeitsgefühl, Angstgefühl, Glücksgefühl, Hassgefühl, Rachegefühl, Schuldgefühl
3. nur Sg; ein undeutliches Wissen, das auf Intuition, nicht auf dem Verstand beruht ≈ Ahnung, Vermutung <ein mulmiges, ungutes Gefühl bei etwas haben>: Ich habe das dumpfe Gefühl, dass heute noch etwas Schlimmes passiert
4. ein Gefühl (für etwas) nur Sg; die Fähigkeit, etwas instinktiv richtig einzuschätzen od. zu machen ≈ ein Gespür für etwas <etwas im Gefühl haben>: ein Gefühl für Farben und Formen, Rhythmus, Recht und Unrecht haben
|| -K: Pflichtgefühl, Schamgefühl, Verantwortungsgefühl, Zeitgefühl
|| ID jemandes Gefühle erwidern geschr; jemandes Zuneigung erwidern (indem man ihm seine Zuneigung zeigt); mit gemischten Gefühlen mit positiven und zugleich negativen Gefühlen (2); etwas ist das höchste der Gefühle gespr, oft iron; etwas ist das Beste, was man sich vorstellen od. erwarten kann
|| zu
1. und
2. ge•fühl•los Adj; zu
2. ge•fühls•arm Adj; nicht adv

Pflịcht

die; -, -en
1. etwas, das man tun muss, weil es die Gesellschaft, die Moral, das Gesetz, der Beruf o. Ä. verlangt ≈ Verpflichtung ↔ Recht <eine sittliche, moralische, staatsbürgerliche Pflicht; jemandes Rechte und Pflichten; etwas für seine Pflicht halten; etwas als seine Pflicht betrachten; seine Pflicht tun, erfüllen; die Pflicht haben + zu + Infinitiv; sich seiner Pflicht entziehen; jemanden seiner Pflichten entheben>: Es ist eine moralische Pflicht, jemandem, der in Not ist, zu helfen
|| K-: Pflichteifer, Pflichterfüllung, Pflichtgefühl, Pflichttreue; pflichteifrig, pflichttreu
|| -K: Aufsichtspflicht, Erziehungspflicht, Meldepflicht, Schulpflicht, Schweigepflicht, Sorgepflicht, Unterhaltspflicht
2. nur Sg, Sport; Übungen, die alle Teilnehmer in einem Wettkampf in der gleichen Form machen müssen ↔ Kür: die Pflicht im Kunstturnen
3. die Pflicht ruft gespr; verwendet, um auszudrücken, dass man noch eine bestimmte Arbeit tun muss: Ich würde ja gern länger bleiben, aber die Pflicht ruft
4. die ehelichen Pflichten Jur, veraltend; Sex mit dem Ehepartner
|| ID etwas ist jemandes Pflicht und Schuldigkeit jemand muss etwas unbedingt tun (ob er will od. nicht); jemanden in die Pflicht nehmen dafür sorgen, dass jemand seine Pflicht tut; jemanden in Pflicht nehmen (CH) jemanden in ein Amt einsetzen
Übersetzungen

Pflichtgefühl

sense of duty