Rand

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Rạnd

 der <Rands (Randes), Ränder>
1. äußerer Teil einer Fläche am Rand(e) der Stadt wohnen, Der Kuchen ist an den Rändern verbrannt.
2. Kante; Begrenzung der Rand eines Glases, am Rand(e) des Abgrundes stehen, sich an den Rand des Feldes setzen
Feld-, Straßen-, Weges-
3. der unbeschriebene Teil an den äußeren Enden eines Blattes Papier eine Notiz auf den Rand schreiben, links einen Rand von drei Zentimetern lassen
Seiten-
4. Umrahmung ein Umschlag mit schwarzem Rand
5. (vulg.) Mund einen losen Rand haben, Halt den Rand!
außer Rand und Band sein (umg.) sehr aufgeregt und wild sein Die Kinder sind ja heute außer Rand und Band!, mit jemandem/etwas zu Rande/zurande kommen (umg.) mit jmdm. oder etwas zurechtkommen
am Rand(e) einer Sache stehen/sein (umg.) ein schlimmes Ereignis zu erwarten haben am Rande des Ruins stehen

Rạnd

der; -(e)s, Rän•der
1. der äußere Teil von etwas, der Teil einer Fläche, der am weitesten vom Zentrum entfernt ist ↔ Mitte <der obere, untere, äußere, innere, linke, rechte Rand>: ein Glas bis zum Rand füllen; Er stand am Rand des Abgrunds und sah hinunter
|| K-: Randbezirk, Randgebiet, Randlage, Randzone
|| -K: Außenrand, Innenrand; Dorfrand, Feldrand, Hutrand, Kraterrand, Ortsrand, Stadtrand, Stoffrand, Tassenrand, Tellerrand, Uferrand, Waldrand, Wegrand, Wiesenrand, Wüstenrand
2. der seitliche, obere od. untere Teil eines Blattes Papier, auf den man normalerweise nichts schreibt <einen Rand lassen; etwas am Rand anmerken>
|| K-: Randbemerkung, Randnotiz
3. ein Strich od. schmaler Streifen am Rand (1) von Flächen: ein Briefumschlag mit schwarzem Rand; der gezackte Rand einer Briefmarke
|| -K: Fettrand, Kalkrand, Schmutzrand, Schweißrand, Trauerrand
4. am Rande ≈ nebenbei, beiläufig <etwas nur am Rande bemerken, erwähnen; etwas spielt sich (nur ganz) am Rande ab>
|| K-: Randbemerkung, Randerscheinung, Randfigur, Randnotiz
|| ID außer Rand und Band sein/geraten gespr; voller Energie und so wild sein/werden, dass man nicht beruhigt werden kann; am Rande + Gen stehen in großer Gefahr sein, etwas Negatives zu erleben <am Rande des Grabes, Ruins, Wahnsinns stehen>; jemanden an den Rand + Gen bringen jemanden in die genannte Gefahr bringen <jemanden an den Rand des Grabes/Todes, des Ruins, der Verzweiflung bringen>; meist Halt den Rand! gespr! sei still!
|| NB: zurande

Rand

(rant)
substantiv männlich
Rand(e)s , Ränder (ˈrɛndɐ)
1. figurativ Stelle oder Linie, wo eine Fläche, ein Gebiet endet jdn an den Rand drängen Waldrand Straßenrand Stadtrand Randgebiete Randbereich am Rand der Stadt am Stadtrand / Straßenrand am Rande der Legalität
a. nebenbei Nur eine Bemerkung am Rande: ...
b. im Zusammenhang mit einem Ereignis Gespräche am Rande der Konferenz
2. Streifen oder Begrenzung um etw. herum Teller mit Goldrand Brillenrand Steine als Beetrand
umgangssprachlich
a. Kinder sehr fröhlich und ausgelassen sein
b. Menschenmenge außer Kontrolle geraten
3. unbeschriebener Bereich, der den Text auf dem Papier umgibt zwei Zentimeter Rand für Korrekturen lassen einen Kommentar an den Rand schreiben
4. oberes Ende von Behältern, Schluchten usw. Das Becken war voll bis zum Rand. Das Wasser lief über den Rand des Eimers. Sie wagte sich bis zum Rand des Kraters / des Abgrunds vor.
5. Situation, in der die akute Gefahr besteht, dass etw. passiert Sie war am Rande der Verzweiflung. Der Ärger brachte sie an den Rand des Grabes. Sie war am Rande der Verzweiflung / des Zusammenbruchs. Die Firma steht am Rand des Ruins.
Übersetzungen

Rand

kraj, okraj

Rand

reuna, ääri, laita

Rand

jaðar

Rand

bordură, margine

Rand

kant, marginal

Rand

marg, kant

Rand

kant, margen

Rand

rub, višak

Rand

へり, 端, 縁

Rand

가장자리, 테두리

Rand

ขอบ

Rand

rìa, sự chênh lệch, vành

Rạnd

1
m <-es, ºer>
edge; (von Weg, Straße, Schwimmbecken etc)side, edge; (von Brunnen, Gefäß, Tasse)top, rim, brim; (von Abgrund)brink; voll bis zum Randfull to the brim, brimful; am Rande (erwähnen, zur Sprache kommen)by the way, in passing; interessierenmarginally; beteiligt seinmarginally, on the fringe; miterlebenfrom the sidelines; etw am Rande bemerken or vermerkento mention sth in passing or in parentheses; am Rande des Waldesat the edge of the forest; am Rande der Stadton the outskirts of the town; am Rande der Veranstaltungon the fringe(s) of the event; am Rande der Verzweiflung/des Wahnsinnson the verge of despair/madness; am Rande des Grabes or Todes stehento be at death’s door; am Rande des Untergangs or Ruinson the brink or verge of ruin; am Rande eines Kriegeson the brink of war; die Schweizer haben den Krieg nur am Rande miterlebtthe Swiss were only marginally involved in the war, the Swiss only experienced the war from the sidelines; er hat die Russische Revolution noch am Rande miterlebthe was around at the beginning/end of the Russian Revolution; eine kleine Szene am Rande des Kriegesa small incident on the fringe of the war; am Rande der Gesellschaft/der politischen Landschafton the fringes of society/the political scene; an den Rand der Gesellschaft gedrängt werdento be marginalized by society; am äußersten rechten Rand des politischen Spektrumson the extreme right of the political spectrum
(= Umrandung)border; (= Tellerrand)edge, side; (= Brillenrand)rim; (von Hut)brim; (= Seitenrand, Buchrand, Heftrand)margin; wenn er so über die Ränder seiner Brille schieltwhen he peers over the top of his glasses like that; mit schwarzem Randblack-edged, with a black border; etw an den Rand schreibento write sth in the margin
(= Schmutzrand)ring; (um Augen) → circle, ring; rote Ränder um die Augen habento have red rims around one’s eyes
(fig) das versteht sich am Randethat goes without saying; sie waren außer Rand und Bandthere was no holding them, they were going wild; (sl) halt den Rand! (sl)shut your face! (sl); zu Rande = zurande

Rạnd

2
m <-s, -(s)> (= Währung)rand
über den Tellerrand nicht hinausschauento not see further than (the end of) one's nose
Am grünen Rand der WeltFar from the Madding Crowd [Thomas Hardy]
über den Tellerrand hinausschauento not be restricted in one's thinking