Hofhund

Hof·hund

 der <Hofhunds (Hofhundes), Hofhunde> Hund zur Bewachung des Hauses

Hof

der; -(e)s; Hö•fe
1. eine Fläche hinter einem Haus od. zwischen Häusern, die von Mauern o. Ä. umgeben ist (u. die von den Hausbewohnern zu verschiedenen Zwecken benutzt wird) ↔ Garten <ein gepflasterter, geteerter Hof; auf dem/im Hof spielen; Fahrräder im Hof abstellen, Wäsche im Hof aufhängen>: Das Fenster geht auf den/zum Hof hinaus
|| K-: Hoftor
|| -K: Hinterhof; Schulhof
2. das Haus eines Bauern mit den Ställen, dem Garten, den (angrenzenden) Feldern usw ≈ Gehöft <einen Hof erben, pachten, verpachten; in einen Hof einheiraten>: Nur noch wenige Höfe im Dorf werden bewirtschaftet
|| K-: Hoferbe; Hofhund
|| -K: Bauernhof, Gutshof
3. der Ort und die Häuser, in denen ein König, Fürst o. Ä. lebt und von wo aus er ein Gebiet regiert <der königliche, kaiserliche Hof; bei Hofe/am Hof eingeführt werden; am Hof leben>: der Hof Ludwigs XIV. in Versailles
|| K-: Hofadel, Hofdame, Hofgesellschaft, Hofgarten, Hofkirche, Hoflieferant, Hofnarr, Hofpoet
|| -K: Fürstenhof, Kaiserhof, Königshof
4. nur Sg, Kollekt; die Personen, die am Hof (3) eines Herrschers leben ≈ Hofstaat: Die Schauspieltruppe führte ihr Stück vor dem Hof des Königs auf
5. nur Sg; ein heller Bereich besonders um den Mond, der wie Nebel aussieht
6. nur Sg; verwendet als Teil von Namen von Gasthöfen und Hotels: im Bamberger Hof absteigen
7. <ein Fürst, ein König> hält (irgendwo) Hof hist; ein Fürst, ein König o. Ä. ist mit seinem Hofstaat irgendwo und regiert: Karl der Große hielt in Aachen Hof
|| ID jemandem den Hof machen veraltend; als Mann charmant um eine Frau werben
|| zu
7. Hof•hal•tung die; nur Sg

Hụnd

der; -(e)s, -e
1. ein Tier, das dem Menschen bei der Jagd hilft, sein Haus bewacht und besonders als Haustier gehalten wird <ein struppiger, reinrassiger, herrenloser, streunender, treuer, bissiger Hund; ein Hund bellt, jault, knurrt, winselt, japst, hechelt, beißt, wedelt mit dem Schwanz, hebt sein Bein (an einem Zaun, an einer Mauer); einen Hund halten, an die Leine nehmen, an die Kette legen, in einen Zwinger sperren, ausführen, dressieren, (zur Jagd) abrichten>: Ein männlicher Hund heißt Rüde, ein weiblicher heißt Hündin und ein junger Welpe; Manche Hunde werden abgerichtet, um Blinde zu führen
|| K-: Hundebesitzer, Hundefutter, Hundegebell, Hundehaare, Hundehalter, Hundehütte, Hundekot, Hundeleine, Hunderasse, Hunderennen, Hundeschnauze, Hundezucht, Hundezüchter, Hundezwinger
|| -K: Blindenhund, Haushund, Hirtenhund, Hofhund, Hüttenhund, Jagdhund, Polizeihund, Schlittenhund, Wachhund
|| zu Hundeleine ↑ Abb. unter Schnur
2. ein scharfer Hund ein Hund (1), der so dressiert ist, dass er jemanden auf Befehl angreift
3. ein scharfer Hund gespr; ein strenger od. aggressiver Mensch
4. vulg; meist als Schimpfwort für einen Menschen verwendet <ein dummer, fauler, feiger, gemeiner Hund>: So ein blöder Hund!; Du Hund! (= Schuft)
5. ein armer Hund gespr; verwendet, um jemanden zu bezeichnen, den man bedauert: Du bist wirklich ein armer Hund!
6. ein dicker Hund gespr; ein grober Fehler
7. ein dicker Hund gespr; eine Tat, über die man erstaunt ist und die man für sehr frech hält
|| ID meist Die sind wie Hund und Katze gespr; sie vertragen sich nicht; jemand ist bekannt wie ein bunter/scheckiger Hund gespr; jemand ist sehr bekannt; meist Damit kann man/kannst du keinen Hund hinter dem Ofen (her)vorlocken gespr; das ist völlig uninteressant, unattraktiv; wie ein geprügelter Hund gespr; voller Scham ≈ niedergeschlagen; wie ein Hund leben gespr; in armen und schlechten Verhältnissen leben; jemanden wie einen Hund behandeln gespr; jemanden schlecht (u. verächtlich) behandeln; jemand/etwas geht vor die Hunde gespr; jemand/etwas wird ruiniert, zerstört ≈ jemand/etwas geht zu Grunde <jemandes Gesundheit, ein Mensch, die Moral>; Da liegt der Hund begraben! gespr; das ist der Kern des Problems, die Ursache; Hunde, die bellen, beißen nicht wer sehr laut und aggressiv droht, macht seine Drohungen meist nicht wahr (weil er feige, harmlos ist); schlafende Hunde wecken jemanden auf etwas aufmerksam machen und dabei das Risiko eingehen, sich selbst zu schaden: Wenn wir nicht um Erlaubnis fragen, kann er es uns nicht verbieten. Man soll keine schlafenden Hunde wecken!; Viele Hunde sind des Hasen Tod gespr; gegen viele Gegner hat einer allein keine Chance