Herder-Institut

Hẹ·r·der-In·s·ti·tut

 <Herder-Instituts (Herder-Institutes)> das Herder-Institut SUBST Institutsname, der auf den deutschen Schriftsteller, Übersetzer, Theologen und Philosophen der Weimarer Klassik, Johann Gottfried von Herder (1744 - 1803), zurückgeht Deutsch als Fremdsprache Unter diesem Namen gibt es in Deutschland zwei Einrichtungen mit unterschiedlicher Schwerpunktsetzung und Tradition: das Herder-Institut in Leipzig und das Herder-Institut in Marburg. Das Herder-Institut für "Deutsch als Fremdsprache" an der Universität Leipzig hat eine lange Tradition in der ehemaligen DDR: Es wurde 1956 als selbständiges Institut für Ausländerstudien zur Vermittlung deutscher Sprachkenntnisse an der damaligen Karl-Marx-Universität Leipzig gegründet und erhielt 1961 den Namen "Herder-Institut". Bis zur Wendezeit 1989/90 war es die wichtigste Institution der DDR für den Bereich "Deutsch als Fremdsprache". Im Rahmen der Strukturveränderungen in den jetzt neuen Bundesländern erhielt das Institut ein neues Profil: Das Herder-Institut wurde einer Fakultät unter anderem mit dem Studiengang "Deutsch als Fremdsprache" zugeordnet. Neben Lehrveranstaltungen zählen zu den Aktivitäten des Instituts z. B. Sommerkurse für Germanisten/Germanistinnen, Deutschlehrerinnen und Deutschlehrer, sowie für Studierende. Das im Jahre 1950 gegründete Herder-Institut in Marburg ist und war eine der zentralen Einrichtungen der historischen Ostmitteleuropa-Forschung. Es ist seit 1992 Mitglied der "Leibniz-Gemeinschaft". Thematisch beschäftigt es sich mit der Kultur Polens, Estlands, Lettlands, Litauens usw. Es betreibt Forschungs- und Entwicklungsprojekte, organisiert Tagungen, vergibt Stipendien, und es bietet eine der besten Spezialbibliotheken zur Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas. Neuerdings sind auch verschiedene Online-Angebote hinzugekommen.