Gunstbeweis

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Gụnst·be·weis

 der <Gunstbeweises, Gunstbeweise> (geh.) Beweis von jmds. Gunst1

Be•weis

der; -es, -e
1. ein Beweis (für etwas) Tatsachen od. Argumente, die die Richtigkeit von etwas deutlich machen <den Beweis für eine Behauptung erbringen, liefern; ein schlüssiger, überzeugender Beweis>: Der Anwalt legte Beweise für die Unschuld seines Mandanten vor; Der Angeklagte wurde aus Mangel an Beweisen freigesprochen
2. der Beweis (+ Gen /für etwas) ein sichtbares Zeichen für eine innere Haltung od. Fähigkeit: Als Beweis seiner Liebe kaufte er ihr einen teuren Brillantring
|| -K: Ergebenheitsbeweis, Gunstbeweis, Vertrauensbeweis
3. Math; die Schlussfolgerungen, mit denen man meist einen Lehrsatz beweist (3)
4. ein schlagender/zwingender Beweis ein Beweis (1), der alle überzeugt
5. den Beweis (für etwas) antreten (müssen) einen Beweis (1) liefern (müssen), den andere erwarten
6. etwas unter Beweis stellen etwas beweisen (2): seine Hilfsbereitschaft unter Beweis stellen

Gụnst

die; -; nur Sg, geschr
1. ein freundliches, wohlwollendes Gefühl, eine positive Haltung gegenüber jemandem (der sich vorher meist sehr bemüht hatte, einem zu gefallen) <jemandes Gunst erringen, gewinnen, genießen, verlieren; jemandem seine Gunst schenken; um jemandes Gunst werben; sich um jemandes Gunst bemühen>: Die politischen Parteien müssten sich mehr um die Gunst der Wähler bemühen
|| K-: Gunstbeweis
|| -K: Wählergunst
2. etwas, das man für jemanden als Zeichen der Gunst (1) tut, z. B. ein Gefallen, den man ihm erweist <eine große, kleine Gunst; jemandem eine Gunst erweisen, gewähren; um eine (letzte) Gunst bitten>
3. zu jemandes Gunsten so, dass es für jemanden ein Vorteil od. Nutzen ist ↔ zu jemandes Ungunsten <etwas zu jemandes Gunsten auslegen>: Die Kassiererin hat sich zu meinen Gunsten verrechnet
|| NB: zugunsten
|| ID die Gunst des Augenblicks/der Stunde <nutzen> eine günstige Gelegenheit (ausnutzen)