Friedenspolitik

Frie·dens·po·li·tik

 die (kein Plur.) Politik, die der Erhaltung des Friedens dient eine konsequente Friedenspolitik betreiben

Frie•den

der; -s, -; meist Sg
1. nur Sg; der Zustand, in dem Völker und Staaten in Ruhe nebeneinanderleben und eventuelle Konflikte nicht mit Waffen, sondern durch Verhandlungen lösen ↔ Krieg <ein dauerhafter Frieden; den Frieden bewahren, sichern; in Frieden und Freiheit leben>
|| K-: Friedensnobelpreis, Friedenspolitik, Friedenssicherung, Friedenssymbol, Friedenszeiten
|| -K: Weltfrieden
2. geschr; ein Vertrag, in dem nach einem Krieg die Bedingungen für den zukünftigen Frieden (1) festgelegt werden und den Sieger und Besiegte(r) gemeinsam unterschreiben <ein ehrenvoller, günstiger Frieden; der Sieger diktiert den Frieden>: mit dem Gegner Frieden schließen
|| K-: Friedensabschluss, Friedensangebot, Friedensbedingungen, Friedensbruch, Friedenskonferenz, Friedensverhandlungen, Friedensvertrag
3. nur Sg; der Zustand von Harmonie und gegenseitigem Verständnis besonders im privaten Bereich ↔ Streit, Zwietracht <der eheliche, häusliche Frieden; Frieden halten, den Frieden stören>: mit seinen Nachbarn in Ruhe und Frieden leben
|| -K: Ehefrieden, Hausfrieden
4. nur Sg, geschr; der angenehme Zustand von Stille und Zufriedenheit: den Frieden in der Einsamkeit der Berge genießen
5. Frieden stiften bewirken, dass Personen, die miteinander streiten, damit aufhören und sich wieder vertragen: Die Nachbarn versuchten, zwischen den streitenden Eheleuten Frieden zu stiften
|| K-: Friedensstifter
|| ID jemanden in Frieden lassen gespr; jemanden nicht stören od. ärgern ≈ jemanden in Ruhe lassen: Lass mich mit diesem Problem in Frieden!; keinen Frieden geben gespr; immer wieder von Neuem anfangen zu streiten od. Lärm zu machen; keinen Frieden vor jemandem haben gespr; von jemandem immer wieder belästigt werden; dem Frieden nicht trauen gespr; misstrauisch sein, wenn alles scheinbar ruhig und harmonisch ist, und befürchten, dass es bald wieder Streit, Probleme o. Ä. geben wird; seinen Frieden mit jemandem machen einen Streit mit jemandem beenden; um des lieben Friedens willen <nachgeben, zustimmen> nachgeben od. zustimmen, damit kein Streit entsteht
|| ► befrieden

Po•li•tik

, Po•li•tịk die; -; nur Sg
1. der Teil des öffentlichen Lebens, der das Zusammenleben der Menschen in einem Staat und die Beziehungen der Staaten untereinander bestimmt <sich für Politik interessieren, sich mit Politik befassen; in die Politik gehen; die internationale Politik>
2. eine Form der Politik (1), die von einer bestimmten Ideologie, einem bestimmten Programm o. Ä. geprägt ist <eine konservative, eine liberale Politik; die Politik einer Partei, eines Staates, einer Regierung>
|| K-: Politikwissenschaft
|| -K: Außenpolitik, Innenpolitik, Abrüstungspolitik, Entspannungspolitik, Friedenspolitik; Agrarpolitik, Finanzpolitik, Handelspolitik, Kommunalpolitik, Kulturpolitik, Parteipolitik, Regierungspolitik, Sozialpolitik, Wirtschaftspolitik
3. eine Vorgehensweise, die eine Person od. eine Institution in einem bestimmten Bereich anwendet, um erfolgreich zu sein ≈ Taktik
|| -K: Finanzpolitik, Gehaltspolitik, Lohnpolitik, Personalpolitik, Preispolitik; Einschüchterungspolitik, Hinhaltepolitik