Norm

(weiter geleitet durch DIN-Norm)

Nọrm

 <Norm, Normen> die Norm SUBST
1. meist Plur. eine allgemein anerkannte nicht aufgeschriebene Regel, nach der man sich verhalten soll Normen festsetzen/aufstellen, Über die Frage der ethischen Normen entbrannte eine hitzige Diskussion.
2. das, was allgemein als üblich oder anerkannt angesehen wird Ihre Größe weicht stark von der Norm ab.
3. eine Arbeitsleistung, die man in einer bestimmten Zeit schaffen muss die Norm erfüllen
-erfüllung, Arbeits-
4. eine bestimmte Leistung, die ein Sportler schaffen muss, um an einem Wettkampf teilnehmen zu können weit hinter der Norm liegen
5. eine Vorschrift, wie etwas hergestellt oder getan werden muss technische Normen
DIN-, Industrie-, Rechts-
6sprachwiss.: Sprachnorm Regel Auswahl aus möglichen sprachlichen Regeln unter dem Aspekt eingespielter oder auch verordneter Konventionen der schriftlichen und mündlichen Gebräuchlichkeit Veränderung der sprachlichen Normen, z. B. durch die Verordnungen zur neuen Rechtschreibung Norm Eine Norm ist eine mehr oder weniger strikte Vorschrift dazu, woran man sich in einem Geltungsbereich zu orientieren hat. Betroffen sein können von Normen nichtsprachliche und auch sprachliche, als Handlungen interpretierbare, Aktivitäten gleichermaßen. Werden Normen nicht eingehalten, muss man sich einen Normverstoß vorhalten lassen bzw. den Vorwurf, gegen geltende Normen verstoßen zu haben. Soziale Normen z. B. betreffen Vorschriften zur Regelung des Sozialverhaltens. In diesem Falle handelt es sich um gewöhnlich nicht schriftlich festgelegte gesellschaftliche Erwartungen, die in unterschiedlichem Maße verbindlich sind, z. B. nicht beim Essen zu schmatzen. Wo Normen formuliert sind, sind sie z. B. von der Art: "Man antwortet immer in ganzen Sätzen". Im Bereich des Rechts geht es um rechtliche Vorschriften bzw. Rechtsnormen. Diese sind schriftlich festgelegt. Mit Normen im Bereich von Fachsprachen verbindet man das "Deutsche Institut für Normung e.V." (DIN). Es handelt sich dabei um einen gemeinnützigen, privatwirtschaftlich organisierten Verein, dessen Mitglieder Unternehmen, Verbände, Behörden und andere Institutionen aus Industrie, Handwerk und Wissenschaft sind. Es ist dies seit 1917 die für europäische und internationale Normungsaktivitäten zuständige Normungsorganisation, in deren Unterabteilungen zahlreiche Normen auch für die Terminologie erstellt werden. Für sprachliche Normen ist vor allem die Unterscheidung von Normen und Regeln grundlegend. Ansonsten gehen die Bezeichnungen oft durcheinander; so gibt es zwar so bezeichnete Rechtsnormen; aber die Regelungen im Straßenverkehr heißen Verkehrsregeln. Zu den prinzipiellen Unterschieden zwischen sprachlichen Regeln und Normen zählt: Eine Norm kann jemand allein durchsetzen, sowie ihre Befolgung überwachen; bei Regeln geht dies nicht (vgl. das Stichwort). Im Unterschied zu Regeln gibt es auch viele formulierte Normen, die nicht gelten, für die mithin nur ein Geltungsanspruch besteht. Überhaupt existieren sprachliche Normen nicht unabhängig von ihren sprachlichen Formulierungen. Um gelten zu können, müssen Normen z. B. "amtlich in Geltung gesetzt" werden. Und wer eine Norm in Geltung setzt, muss Autorität, Macht, oder beides haben, oder er muss qua Gesetz dazu legitimiert sein. Es bedarf folglich einer so bezeichneten Normsetzungsinstanz. Aber Regeln folgt man einfach sozusagen "blind". Da viele Normen nicht freiwillig übernommen und befolgt werden, müssen sie häufig ausdrücklich "durchgesetzt" werden. Geschieht dies gegen den Willen der Betroffenen, dann muss die "Einhaltung" der Normen überprüft werden, wozu man in vielen Fällen nicht ohne Zwang bzw. nicht ohne Sanktionen auskommt. Völlig lächerlich wäre es z. B., durchsetzen und überwachen zu wollen, ob Kinder die Bedeutungsregeln von Wörtern wie Katze oder Demokratie richtig lernen. (Vergleichbares gibt es allerdings und gab es immer dort, wo totalitäre Regimes gesellschaftlich brisante und unliebsame sprachliche Ausdrücke im Sinne einer Sprachlenkung der Bedeutung nach festgelegt haben). Dies alles zeigt, dass mit Normen eine Auswahl aus vorhandenen Repertoires von Regeln getroffen wird. Die Auswahl erfolgt im Bereich sprachlicher Normen sehr oft unter Rückgriff auf Regelformulierungen (aus Grammatiken und Wörterbüchern); Normbeschreibungen verdanken sich somit der vorgängigen Existenz von Regeln. In diesem Sinne sind so bezeichnete orthografische Regeln als Normen zu begreifen. Der Ausdruck Rechtschreibregelung(en) verdeutlicht immerhin diesen Bezug zu den Normen; (vgl. Weiteres, insbesondere zum Verhältnis präskriptiver und deskriptiver Normen, unter dem Stichwort Standardsprache).

Nọrm

die; -, -en
1. meist Pl; eine allgemein anerkannte (ungeschriebene) Regel, nach der sich andere Menschen verhalten sollen ≈ Moralvorstellung <ethische, gesellschaftliche, moralische Normen; Normen festsetzen; sich an Normen halten>
2. das, was als normal od. üblich empfunden wird <jemand/etwas entspricht der Norm, weicht von der Norm ab>
3. eine bestimmte (Arbeits)Leistung, die jemand in einer bestimmten Zeit schaffen soll <die Norm erfüllen, übererfüllen; eine Norm aufstellen, festlegen, erhöhen, senken>
|| K-: Normerfüllung
|| -K: Arbeitsnorm
4. eine bestimmte Leistung, die ein Sportler erreichen muss, damit er an einem Wettkampf teilnehmen darf
5. eine Regel, wie etwas hergestellt, getan werden soll, aussehen soll <technische Normen>
|| -K: Industrienorm, Rechtsnorm; DIN-Norm
Übersetzungen

Norm

düzgü, norm, örnek, standart

Norm

norma

Norm

norme

Norm

norma

Norm

norma

Norm

Стандарт

Norm

标准

Norm

標準

Norm

Standard

Norm

標準

Norm

표준

Norm

Standard

Nọrm

f <-, -en>
norm; (= Größenvorschrift)standard (specification); als Norm gelten, die Norm seinto be (considered) normal, to be the usual thing; gegen die Norm verstoßento be an exception to the norm; der Norm entsprechento conform to the norm
(= Leistungssoll)quota, norm; die Norm erfüllen/erreichento achieve one’s quota, to meet one’s target
(Typ) → signature (at foot of page)
Normen und gesetzliche Bestimmungenstandards and statutory regulations
[Rebell gegen die Normen der (weißen) Gesellschaft]gangsta [sl.: nonconformist person]
amerikanische Norm für DrahtquerschnitteAmerican Wire Gauge (AWG)